Mittwoch, 9. August 2017

Nach der Messung ist vor der Messung – Verkehrsmengen müssen erneut erfasst werden

Die im Jahr 2013 durchgeführten Verkehrszählungen, die die Basis für die in 2014 durch ein Ingenieurbüro erstellten Lärmkarten inklusive Situationsbewertung bildeten, müssen erneut durchgeführt werden.

Da zahlenmäßige Ungereimtheiten innerhalb des Gutachtens, aber auch Differenzen zu Messungen des Landesbetriebes für Verkehr existieren, muss die Gemeinde auf eigene Kosten erneut Messungen durchführen lassen, anderenfalls sind z. B. Anträge auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Verkehrslärmreduzierung an den Ortsdurchfahrtstraßen bei der Kreisverkehrsaufsicht wohl nicht erfolgversprechend. 4.500 € wird man für diesen Vorgang samt Auswertungen einsetzen müssen. Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz beschloss diese Maßnahme auf der Sitzung am 08.08.2017 einstimmig.

Der oben aufgeführte Sachverhalt war ein Ergebnis des Gesprächs zwischen Bürgermeister Wisch und dem Ausschussvorsitzenden Dirk Schmuck-Barkmann (beide CDU) mit den verantwortlichen Mitarbeitern bei der Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg.

Weitere Resultate des Gesprächs:
- Die Errichtung eines Tempo 30 Abschnitts auf der Segeberger Straße im Bereich des Senioren- und Pflegeheims soll neu beantragt werden. Die Verkehrsaufsicht hat hier Entgegenkommen signalisiert.

- Im Bereich der Bebauung an der Ulzburger Straße (L 233) zwischen Wessel- und der Gutenbergkreuzung wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h in Aussicht gestellt.

- Gefahrenpunkte durch Straßenengstellen (z. B. unterhalb der ehemaligen Bäckerei Hamann) sollen vermessen und benannt werden.

- Das Neubaugebiet „Krögerskoppel“ mit seinen zahlreichen zusätzlichen Kita- und Schulkindern und deren Wege zu den Einrichtungen Kita und Schule soll in die Betrachtung einbezogen werden.

- Das Für und Wider der Einrichtung einer Bushaltestelle an der Ulzburger Straße sei ebenfalls diskutiert worden.

Dr. Jörg Seeger (FDP) reichten die Gesprächsergebnisse bei weitem nicht, Tempo 30 sei auch in Anlehnung an die Änderung der Straßenverkehrsordnung für die Ole School (hier wird nach den Sommerferien eine Gruppe der betreuten Grundschule „Rappelkiste“ untergebracht) und für den Bereich des zweiten Seniorenheims gefordert worden.

Dieter Maßmann (SPD) erkannte ein gewisses Entgegenkommen seitens der Kreisverkehrsaufsicht, fügte allerdings auch hinzu, dass die bisher gestellten Anträge hinfällig seien und man wieder bei 0 beginne. Er plädierte in diesem Zusammenhang erneut für die Hinzuziehung eines Fachanwalts, damit die Anträge zukünftig auch Aussicht auf Erfolg hätten.

In Bezug auf die Verkehrsmengen sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass aktuelle Messungen in anderem Kontext eine deutliche Zunahme auf der Ulzburger Straße, auf der Henstedter Straße und auf der Straße Sengel im Vergleich zu den Zahlen aus 2013 belegten, so Bürgermeister Wisch.