Donnerstag, 27. Juli 2017

Öffentliche Fraktionssitzung der WHU in unmittelbarer Nähe zum potenziellen REWE-Ansiedlungsgebiet: Kisdorfer Kommunalpolitiker bezogen klar Stellung

Am 26.07.2017 veranstaltete die Wählergemeinschaft für Bürgermitbestimmung in Henstedt-Ulzburg (WHU) eine öffentliche Fraktionssitzung zum Thema REWE-Ansiedlung. 

Während einer Führung wurde den Gästen die Dimension der potenziellen Ansiedlung vor Augen geführt, es folgte eine offene Diskussion, bei der auch Daniela Beckmann, Pressesprecherin der REWE Markt GmbH Norderstedt, zugegen war. 

Neben Kisdorfer Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch Gemeindevertreter aus Kisdorf teil, darunter der Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz, Dirk Schmuck-Barkmann (CDU), Klaus Richter (CDU), Bernhard Wulf (WKB), Dr. Jörg Seeger (FDP) und Herbert Wendland (FDP-Fraktion). 

Schmuck-Barkmann, Dr. Seeger und Wendland mahnten eine engere Zusammenarbeit in Verkehrsfragen an und bekräftigten ihr Unverständnis über die Lkw-Verkehre, die über Kisdorf geleitet werden sollen. Sie wiesen auf die ohnehin schon massiven Lärmbelastungen an den Durchfahrtsstraßen hin. Dr. Seeger ging noch einmal auf das Kisdorfer Lärmgutachten ein, das der Gemeinde an vielen Stellen gesundheitsgefährdende Verkehrslärmbelastungen attestiert. 

Auch die Ungleichbehandlung der Gemeinden und ihrer Bürgerinnen und Bürger seitens REWE durch „Sperrungen“ Henstedt-Ulzburger Verkehrsadern für den Lkw-Verkehr wurde thematisiert [siehe auch hier: (1) (2)]. Die Formulierungen lassen sich vereinfacht mit dem Spruch „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füge auch keinem anderen zu“ zusammenfassen.

Auch Benno Colmorgen - einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Größenordnung der Ansiedlung - war anwesend. Er erläuterte noch einmal die Beweggründe der Initiative. Diese sind auch nachzulesen unter http://www.gewerbe-hu.de.

Es bleibt abzuwarten, ob die Aussagen der Kisdorfer Kommunalpolitik "Spuren" bei der REWE-Vertreterin hinterlassen haben.