Donnerstag, 13. Juli 2017

Juli-Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz – ein Kurzbericht

Der Ausschuss tagte am 11.07.2017.

Bürgerbegehren gegen großflächige Logistikansiedlungen im Gewerbegebiet Henstedt-Ulzburg – einer der Initiatoren stellt das Vorhaben vor

Benno Colmorgen, Bürger aus Henstedt-Ulzburg, politisch in keiner Partei oder Gruppierung aktiv, plant zusammen mit anderen Mitstreitern ein Bürgerbegehren gegen die derzeit angedachte Größenordnung einer möglichen REWE-Ansiedlung in Henstedt-Ulzburg. (siehe auch hier)

Die Initiative möchte den logistikdominierten Gewerbeausbau in Henstedt-Ulzburg in der geplanten Art und Weise verhindern. Als wesentlicher Aspekt wird der deutlich zunehmende Verkehr ins Feld geführt.

Derzeit arbeitet man an einer Formulierung des Textes / der Fragestellung für das Bürgerbegehren, die den Bürgerinnen und Bürgern in Henstedt-Ulzburg vorgelegt werden soll und vorab von der Kommunalaufsicht genehmigt werden muss.

Nach der Genehmigung heißt es Unterschriften sammeln. Damit ein Bürgerentscheid erfolgen kann, müssen zunächst ca. 1.800 Unterschriften von Henstedt-Ulzburger Bürgerinnen und Bürgern gesammelt werden. Gelingt das, dann werden die Henstedt-Ulzburger zur Stimmabgabe an die Wahlurne gebeten.

Eine Ansiedlung von REWE wird insbesondere auch für Kisdorf eine erhebliche Zunahme an Lkw- und Pkw-Verkehr bedeuten.

Kisdorfer Bürgerinnen und Bürger können zwar nicht an der Unterschriftenaktion teilnehmen, allerdings könnten sie beim Sammeln der Unterschriften unterstützen, so Colmorgen.

Eines machten die Ausschussmitglieder erneut klar: Für einen Ausbau der sogenannten „Gutenberg-Kreuzung“ wird die Gemeinde die Hand nicht reichen, notwendiges Gemeindegebiet wird man dafür nicht abtreten. Die Ausschussmitglieder ließen deutlich erkennen, dass sie mit den Alleingängen Henstedt-Ulzburgs ohne Rücksichtnahme auf die Nachtbargemeinde nicht einverstanden sind, man muss dem Treiben aber quasi ohnmächtig zuschauen.

Sollte Henstedt-Ulzburg zur Umsetzung der eigenen Interessen zum Mittel der Enteignung greifen, um die notwendigen Flächen zu erhalten, dann könnte aus dem frostigen Klima sinnbildlich eine Eiszeit entstehen.


Ausbau der Straße „Etzberg“: Warten auf die nächsten Schritte

Laut Dirk Schmuck-Barkmann (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, sind noch weitere Fragen in Bezug auf die vorzunehmenden Ausschreibungen zu klären.

Während der Juni-Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Bilanzprüfung war schon berichtet worden, dass der WZV (Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg) für die notwendigen Kanalsanierungen ca, 800.000 € eingeplant hatte Die vorliegenden Angebote ausführungswilliger Betriebe beliefen sich jedoch auf 1,3-1,4 Mio. €. Daher wollte der WZV noch abwarten, bis sich die Auftragslage der potenzieller Betriebe wieder entspannt hat und günstigere Preise zu erzielen sind.