Mittwoch, 16. August 2017

Identifikation mit der Gemeinde – Ergebnisse der Befragung

Mit der Befragung, die in der Zeit vom 24.06. bis zum 09.07.2017 von Kisdorf direkt durchgeführt wurde, sollte das sogenannte Commitment mit der Gemeinde ermittelt werden. Unter Commitment versteht man die Verbundenheit, Zugehörigkeit und die Identifikation, die Menschen gegenüber einem Bindungsziel – hier die Gemeinde Kisdorf – empfinden und erleben.

August-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses – ein Kurzbericht

Die Sitzung fand am 15.08.2017 statt.

Umgehungsstraße: Bau- und Planungsausschuss spricht sich einstimmig für Aufnahme von Abstimmungsgesprächen aus

Ausgangspunkt einer möglichen Umgehung
Die ersten Schritte in Richtung Planung einer potenziellen Umgehungsstraße wurden von den Ausschusssmitgliedern vereinbart. Die von der sogenannten „Osttangente Oersdorf“ betroffenen Städte, Gemeinden und Ämter (u. a. Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Amt Kisdorf, Amt-Kaltenkirchen-Land, Amt Itzstedt) sollen an einen Tisch geholt werden, um gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. 

Ausschussvorsitzender Christian Beug und Bürgermeister Reimer Wisch (beide CDU) berichteten von Gesprächen im Amt Kisdorf. Sie beschrieben die möglichen ersten Verfahrensschritte.

Das Thema wird zunächst während der nächsten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses im Amt Kisdorf behandelt. Der leitende Verwaltungsbeamte Rainer Löchelt vom Amt Kisdorf wird dann zu einem ersten gemeinsamen Gespräch der oben genannten „Betroffenen“ einladen. Später soll dann ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Segeberg die Moderation übernehmen.

Diesen Weg hielten alle Ausschussmitglieder für sinnvoll und votierten einstimmig für das geplante Procedere.

Hintergrund: Eine Umgehungsstraße ab dem sogenannten Graff-Kreisel in Richtung der noch in Planung befindlichen A20 könnte für eine Verkehrsentlastung diverser Gemeinden sorgen. Eine kurzfristige Lösung stellt das Vorhaben nicht da. Die Stadt Bad Bramstedt musste 30 Jahre auf ihre Umgehungsstrecke warten…


Containeraufstellung am Strietkamp: Es fehlen die notwendigen Unterlagen
Der SSC Phoenix Kisdorf e. V. möchte Container, die zur Beherbergung von Flüchtlingen vorgesehen waren und nun kostenlos vom Land (z. B. an Vereine) abgegeben werden, u. a. als Umkleidekabinen und/oder zu sanitären Zwecken nutzen. Dafür sind die Unterlagen für einen Bauantrag beim Amt einzureichen. Diese liegen noch immer nicht vor. Der Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport hatte sich auf der Juli-Sitzung für das Vorhaben ausgesprochen.

Ein Vorgang in Nordfriesland zeigt allerdings, dass die Nutzung dieser Container kein Selbstläufer ist:
https://www.shz.de/deutschland-welt/politik/schulverband-horstedt-scheitert-mit-plaenen-fuer-unterricht-im-fluechtlingscontainer-id17567736.html [Stand: 16.08.2017]


Glasfaserausbau: 40 % sind realisierbar
Bürgermeister Wisch nannte neueste Zahlen: Es fehlen noch 39 Verträge bis zur Zielmarke.
Eine weitere Veranstaltung zum Thema findet beim BSV Kisdorf e. V. am Freitag, 18.08.2017 von 15.00 - 19:00 Uhr im BSV-Sportheim (Am Sportplatz 4 in Kisdorf) statt.

Mittwoch, 9. August 2017

August-Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz: Was sonst noch wichtig war….

Der Ausschuss tagte am 08.08.2017.

Neben den Themen "Reaktionen auf Logistikansiedlungen in Henstedt-Ulzburg", "neue Messungen der Verkehrsmengen" sowie die Ergebnisse des Gesprächs mit der Kreisverkehrsaufsicht (siehe hier und hier) wurden u. a. noch folgenden Punkte behandelt:

Reaktionen auf die geplanten Logistik-Ansiedlungen in Henstedt-Ulzburg – Ausschuss diskutiert Handlungsoptionen



Wie soll die Gemeinde auf die drohenden zusätzlichen Verkehrsmengen (Lkw und Pkw), die aus Logistikansiedlungen in Henstedt-Ulzburg resultieren, insbesondere auch unter Berücksichtigung der angekündigten "Streckensperrungen" seitens Rewe, reagieren?

Der Ausschussvorsitzende Dirk Schmuck-Barkmann (CDU) benannte während der Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz die aus seiner Sicht wesentlichen Aspekte, u. a.

- Entwicklung eines überregionalen Verkehrskonzeptes mit den Nachbargemeinden

- Planungen einer Umgehungsstraße, ausgehend vom Graff-Kreisel (siehe Karte unten)

- Forcierung des A20 – Weiterbaus

- Umgang mit der Wesselkreuzung

- Umgang mit der geplanten Streckensperrung für Rewe-Lkw in Henstedt-Ulzburg

Bürgermeister Wisch bezog zunächst Stellung zu einzelnen Punkten:

Die Umgehungsstraße ab Graff-Kreisel sollte aktuell ausgeklammert und separat behandelt werden. Das sei ein langfristiges Projekt, mit hohen Kosten und vielen beteiligten Ämtern und Nachbargemeinden zu besprechen und zu entwickeln.

Die von Rewe zugesagten Straßensperrungen seien nicht zu kontrollieren. „Wer soll das machen?“

Der Ausbau der Gutenbergkreuzung werde weiter ohne Rücksprache mit Kisdorf geplant, obwohl Kisdorfer Gemeindegebiet betroffen sei.

In Bezug auf die Ansiedlung von Netto sei die Gemeinde als Nachbar im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung nicht einmal gehört oder um eine Stellungnahme gebeten worden.

Er rechnet insgesamt eher mit 140-160 Lkw-Bewegungen pro Tag in Kisdorf, ausgelöst von Rewe und Netto. Rewe nennt für Kisdorf 58 tägliche Lkw-Bewegungen (und 414 Pkw-Bewegungen), für Netto liegen bis zum heutigen Tage keine konkreten Zahlen für Kisdorf vor.

Man verständigte sich im ersten Schritt darauf, dass das Thema während der nächsten Nachbarschaftsausschusssitzung mit Henstedt-Ulzburg ausführlich diskutiert und die Gemeinde ihre Bedenken und Forderungen formulieren wird.

Dr. Seeger (FDP) wollte in Bezug auf die Umgehungsstraße keine Zeit verlieren und mit den Gesprächen und Planungen sofort beginnen. Für die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 15.08.2017 kündigte er für den betreffenden Tagesordnungspunkt einen entsprechenden Antrag an.

Beginn einer potenziellen Umgehungsstraße



Vor dem Hintergrund der abzusehenden verkehrlichen Mehrbelastung beantragte Dieter Maßmann für die nächste Ausschusssitzung den Tagesordnungspunkt „Umbau der Wesselkreuzung“ aufzunehmen und erneut zu beraten.

Hier gilt derzeit folgende Beschlusslage: Der Beschluss zum Umbau in einen Kreisverkehrsplatz wurde von der Gemeindevertretung am 11.06.2014 mit 10 : 7 Stimmen bestätigt, zuvor hatte der damalige Verkehrsausschuss am 13.05.2014 mit 5 : 4 Stimmen folgenden Beschluss auf Antrag des SPD gefasst: 
„…die Gemeindevertretung möge den Beschluss vom 29.05.2008 widerrufen und den Umbau der Kreuzung ablehnen, weil die Kreuzung ausreichend dimensioniert und sicher ist. Weiterhin wollen wir keine Einladung für zusätzliche Verkehre aussprechen.“ 

Der Umbau sollte eigentlich schon abgeschlossen sein, allerdings fehlen dem Land personelle Planungskapazitäten. Da die Gemeinde bzw. das Amt Kisdorf diese Aufgabe bisher nicht übernehmen konnte und wollte, der Kreis Segeberg ebenfalls nicht, ruht der Prozess. Vielleicht ein Omen für die erneute Diskussion. 

Nach der Messung ist vor der Messung – Verkehrsmengen müssen erneut erfasst werden

Die im Jahr 2013 durchgeführten Verkehrszählungen, die die Basis für die in 2014 durch ein Ingenieurbüro erstellten Lärmkarten inklusive Situationsbewertung bildeten, müssen erneut durchgeführt werden.

Da zahlenmäßige Ungereimtheiten innerhalb des Gutachtens, aber auch Differenzen zu Messungen des Landesbetriebes für Verkehr existieren, muss die Gemeinde auf eigene Kosten erneut Messungen durchführen lassen, anderenfalls sind z. B. Anträge auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Verkehrslärmreduzierung an den Ortsdurchfahrtstraßen bei der Kreisverkehrsaufsicht wohl nicht erfolgversprechend. 4.500 € wird man für diesen Vorgang samt Auswertungen einsetzen müssen. Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz beschloss diese Maßnahme auf der Sitzung am 08.08.2017 einstimmig.

Der oben aufgeführte Sachverhalt war ein Ergebnis des Gesprächs zwischen Bürgermeister Wisch und dem Ausschussvorsitzenden Dirk Schmuck-Barkmann (beide CDU) mit den verantwortlichen Mitarbeitern bei der Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg.

Weitere Resultate des Gesprächs:
- Die Errichtung eines Tempo 30 Abschnitts auf der Segeberger Straße im Bereich des Senioren- und Pflegeheims soll neu beantragt werden. Die Verkehrsaufsicht hat hier Entgegenkommen signalisiert.

- Im Bereich der Bebauung an der Ulzburger Straße (L 233) zwischen Wessel- und der Gutenbergkreuzung wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h in Aussicht gestellt.

- Gefahrenpunkte durch Straßenengstellen (z. B. unterhalb der ehemaligen Bäckerei Hamann) sollen vermessen und benannt werden.

- Das Neubaugebiet „Krögerskoppel“ mit seinen zahlreichen zusätzlichen Kita- und Schulkindern und deren Wege zu den Einrichtungen Kita und Schule soll in die Betrachtung einbezogen werden.

- Das Für und Wider der Einrichtung einer Bushaltestelle an der Ulzburger Straße sei ebenfalls diskutiert worden.

Dr. Jörg Seeger (FDP) reichten die Gesprächsergebnisse bei weitem nicht, Tempo 30 sei auch in Anlehnung an die Änderung der Straßenverkehrsordnung für die Ole School (hier wird nach den Sommerferien eine Gruppe der betreuten Grundschule „Rappelkiste“ untergebracht) und für den Bereich des zweiten Seniorenheims gefordert worden.

Dieter Maßmann (SPD) erkannte ein gewisses Entgegenkommen seitens der Kreisverkehrsaufsicht, fügte allerdings auch hinzu, dass die bisher gestellten Anträge hinfällig seien und man wieder bei 0 beginne. Er plädierte in diesem Zusammenhang erneut für die Hinzuziehung eines Fachanwalts, damit die Anträge zukünftig auch Aussicht auf Erfolg hätten.

In Bezug auf die Verkehrsmengen sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass aktuelle Messungen in anderem Kontext eine deutliche Zunahme auf der Ulzburger Straße, auf der Henstedter Straße und auf der Straße Sengel im Vergleich zu den Zahlen aus 2013 belegten, so Bürgermeister Wisch.

Gullydeckel entfernt – Mädchen erleidet massive Schürfwunden und schwere Prellung!

Offener Gully und Tatort (rot markierte Strecke)




Eine Horrorszenario: Nichtsahnend geht man einen Fußweg entlang und auf einmal stürzt man in die Tiefe. So in Kisdorf geschehen.

Am 07.08.2017 machte sich ein Mädchen am frühen Morgen auf den Weg zu ihrer Ausbildungsstelle, begleitet von ihrer Schwester. Vom Holsteinring kommend wählten Sie die fußläufige Verbindung entlang der Biehl‘schen Koppel zur Straße „Sengel“. Gegen 4.30 Uhr stürzte die Schwester der Ausbildenden in einen Gully, dessen Deckel zuvor von „Unbekannt“ in der Nacht vom 06.08. auf den 07.08.2017 entfernt wurde. Im letzten Moment hat sie sich am Ring des Gullys festhalten können. Mit vereinter Kraftanstrengung konnte Sie sich im Zusammenspiel mit ihrer Schwester aus der bedrohlichen Lage befreien. Das Ergebnis: Schürfwunden, Prellung und ein Schock! Die Verletzungen mussten ärztlich versorgt werden.

Es war nicht der einzige Gully, von dem der Deckel ganz bzw. teilweise entfernt worden war. Eine ganze Reihe von Gullys wurden auf dieser Strecke zu „Fallen“ umgewandelt.

Die Polizei wurde eingeschaltet und hat den Sachverhalt aufgenommen.


Kommentar (Andreas Lübker [09.08.2017])
Es fehlen einem die Worte! Erst die Schmierereien an der Olen School, dann umgetretene und beschmierte Wände in einem Neubaugebiet und nun die bewusste Inkaufnahme schwerster Verletzungen - gegebenenfalls mit Todesfolge - durch die Entfernung von Gullydeckeln. Qualitativ sicherlich eine neue Dimension. Erst kein Respekt vor Sachen und nun werden selbst Menschenleben sinnfrei aufs Spiel gesetzt. Natürlich müssen das nicht dieselben Täterinnen und/oder Täter gewesen sein, aber es stellt sich grundsätzlich die Frage: Was geht in solchen Leuten vor?

Ich hoffe auf einen baldigen Fahndungserfolg der Polizei!

Vor allem wünsche ich dem verletzten Mädchen eine schnelle Genesung (physisch und psychisch)! 


Vergessen wir nicht: Es hätte uns alle treffen können… 

Donnerstag, 3. August 2017

Kommunalpolitik in Kisdorf: Die Ausschusssitzungen im August (Termine ohne Gewähr)



Nach derzeitigem Stand tagen im Monat August zwei Ausschüsse.


Am Dienstag, 08.08.2017, kommen die Mitglieder des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz um 20.00 Uhr im Margarethenhoff zur öffentlichen Sitzung zusammen. (Tagesordnung zum Download)

Themen u. a.:
  • Schulwegekonzept
  • Auswirkungen der Logistikansiedlungen in Henstedt-Ulzburg unter Berücksichtigung der geplanten Durchfahrtsperren für REWE-Lkw in Henstedt-Ulzburg (siehe auch hier)
  • Vorstellung des Gesprächsergebnisses Gemeinde-Kreisverkehrsaufsicht im Hinblick auf lärm- und geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen in den Kisdorfer Ortsdurchfahrten
  • Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung für die Wakendorfer Straße am Ortseingang Kisdorferwohld
  • Bericht des Naturschutzbeauftragten



Die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Bau tagen am Dienstag, 15.08.2017 um 20.00 Uhr im Margarethenhoff. (Tagesordnung zum Download)

Mit Ausnahme des Tagesordnungspunktes „Bauanträge“ werden die übrigen Themen in öffentlicher Sitzung behandelt.

Neben den Routinethemen wird der Tagesordnungspunkt "Umgehungstangente Oersdorf Ost" behandelt, deren Realisierung eine verkehrliche Entlastung auch für die Gemeinde Kisdorf bedeuten könnte.

Freitag, 28. Juli 2017

Glasfaserausbau: Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 04.09.2017 - Günstige Konditionen gelten weiterhin!


Chance auf Glasfasernetz bleibt bestehen!

Die Deutsche Glasfaser teilt in einer Pressemitteilung mit:

"Zahlreiche Haushalte haben sich bis heute für einen Anschluss entschieden. Weil die Quote aber noch nicht ganz erreicht ist, wurde nun die Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 04.09.2017 beschlossen.

Zehn Wochen hat die Nachfragebündelung insgesamt gedauert. Es haben sich in dieser Zeit so viele Haushalte für einen Glasfaservertrag entschlossen, dass die benötigte 40%-Marke fast erreicht wurde. „Gerade in den letzten beiden Wochen vor unserem Stichtag ist nochmal ein Ruck durch die Gemeinde gegangen“, beschreibt Deutsche Glasfaser Projektleiter Andreas Dankert den Verlauf. Aufgrund dieser sehr positiven Entwicklung wurde in Abstimmung mit der Gemeinde die Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 04.09.2017 beschlossen.

„Ich bin absolut zuversichtlich, dass Kisdorf die Quote bis zum Ende der Verlängerung erreicht“, blickt Dankert voraus. Er appelliert aber auch an die Kisdorfer: „Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und Freunden. Der Austausch untereinander im Ort ist enorm wichtig.“

Noch alle unentschlossenen Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin im Ort beraten lassen und Verträge zu den günstigen Konditionen abschließen. 

Ein Infopunkt für persönliche Beratungen ist ab sofort immer samstags von 10:00 – 14:00 Uhr an der Kreuzung beim Autohaus Wessel geöffnet.
Anträge können ...
  • in Papierform bei Bürgermeister Reimer Wisch oder im Autohaus Wessel
abgegeben werden.
Alle Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online unter www.deutsche-glasfaser.de verfügbar."

Donnerstag, 27. Juli 2017

Öffentliche Fraktionssitzung der WHU in unmittelbarer Nähe zum potenziellen REWE-Ansiedlungsgebiet: Kisdorfer Kommunalpolitiker bezogen klar Stellung

Am 26.07.2017 veranstaltete die Wählergemeinschaft für Bürgermitbestimmung in Henstedt-Ulzburg (WHU) eine öffentliche Fraktionssitzung zum Thema REWE-Ansiedlung. 

Während einer Führung wurde den Gästen die Dimension der potenziellen Ansiedlung vor Augen geführt, es folgte eine offene Diskussion, bei der auch Daniela Beckmann, Pressesprecherin der REWE Markt GmbH Norderstedt, zugegen war. 

Neben Kisdorfer Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch Gemeindevertreter aus Kisdorf teil, darunter der Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Umweltschutz, Dirk Schmuck-Barkmann (CDU), Klaus Richter (CDU), Bernhard Wulf (WKB), Dr. Jörg Seeger (FDP) und Herbert Wendland (FDP-Fraktion). 

Schmuck-Barkmann, Dr. Seeger und Wendland mahnten eine engere Zusammenarbeit in Verkehrsfragen an und bekräftigten ihr Unverständnis über die Lkw-Verkehre, die über Kisdorf geleitet werden sollen. Sie wiesen auf die ohnehin schon massiven Lärmbelastungen an den Durchfahrtsstraßen hin. Dr. Seeger ging noch einmal auf das Kisdorfer Lärmgutachten ein, das der Gemeinde an vielen Stellen gesundheitsgefährdende Verkehrslärmbelastungen attestiert. 

Auch die Ungleichbehandlung der Gemeinden und ihrer Bürgerinnen und Bürger seitens REWE durch „Sperrungen“ Henstedt-Ulzburger Verkehrsadern für den Lkw-Verkehr wurde thematisiert [siehe auch hier: (1) (2)]. Die Formulierungen lassen sich vereinfacht mit dem Spruch „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füge auch keinem anderen zu“ zusammenfassen.

Auch Benno Colmorgen - einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Größenordnung der Ansiedlung - war anwesend. Er erläuterte noch einmal die Beweggründe der Initiative. Diese sind auch nachzulesen unter http://www.gewerbe-hu.de.

Es bleibt abzuwarten, ob die Aussagen der Kisdorfer Kommunalpolitik "Spuren" bei der REWE-Vertreterin hinterlassen haben.

Freitag, 21. Juli 2017

Bau und Planungsausschuss bringt neuen Bebauungsplan auf den Weg

Auf der Ausschusssitzung am 18.07.2017 wurde der Gemeindevertretung mit 5 zu 3 Stimmen empfohlen, den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 33 „Stocksberg“ zu fassen (siehe straffierte Fläche).

Die ca. 22.500 m² sollen u. a. für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des gemeindeeigenen Bauhofs genutzt werden. Der Kauf des Grundstücks wurde vom Ausschuss für Finanzen und Bilanzprüfung schon in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen. Für den Erwerb sind im Haushalt der Gemeinde 486.000 € vorgesehen. Ob dieser Wert dem letztendlich vereinbarten Kaufpreis entspricht, ist nicht bekannt.

Während der Sitzung im Bau- und Planungsausschuss sprachen sich Klaus Richter (CDU), Dieter Maßmann (SPD) und Dr. Jörg Seeger (FDP) gegen die Empfehlung für einen Aufstellungsbeschluss aus.

Dieter Maßmann sah überhaupt keine Notwendigkeit das Grundstück in der vorliegenden Größe zu kaufen, für Feuerwehr und Bauhof benötige man eine wesentlich kleinere Fläche und für die Ortsentwicklung existierten ausreichend alternative Flächen im Innenbereich. Sollte dort eine Gewerbeansiedlung geplant sein, dann lehne er dieses ebenfalls ab. Ähnlich argumentierten Richter und Seeger. Ferner bemängelten sie, dass weder eine Zeichnung oder Grobplanung zur Sitzung vorgelegen habe. Außerdem fehle noch die in Auftrag gegebene Kosten- und Flächenprognose für die Errichtung des Feuerwehrgerätehauses und des Bauhofs. Hermann Meyer und Wiebke Dammann (beide WKB) sahen hingegen die Voraussetzungen für die Beschlussempfehlung an die Gemeindevertretung als erfüllt an, die Details würden dann während der Bebauungsplanentwicklung erarbeitet, mehr Informationen benötige man derzeit nicht.


Während Dieter Maßmann, Klaus Richter und Dr. Jörg Seeger während der Abstimmung gegen die Beschlussempfehlung votierten, sprachen sich die übrigen drei CDU-Ausschussvertreter (Bürgermeister Reimer Wisch, Gretel Vogel und Günter Clasen) sowie Wiebke Dammann und Hermann Meyer dafür aus. Ein WKB-Ausschussmitglied fehlte. 

Nun muss die Gemeindevertretung entscheiden, ob der B-Plan Nr. 33 "Stocksberg" aufgestellt werden soll oder nicht.